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VATIKAN-STADT – Ja, Sie haben richtig gelesen: Der Papst ist nicht a priori gegen Sex. Auch nicht, wenn es dabei um behinderte Menschen geht.
Der Papst ist gegen Verhütung. Gegen Sex zwischen Homosexuellen, gegen Sex vor der Hochzeit und gegen Seitensprünge. Aber gegen den Austausch von Körperflüssigkeiten zwischen körperlich und geistig behinderten Menschen hat er nichts.
«Die emotionale und sexuelle Dimension behinderter Menschen verdient besondere Aufmerksamkeit», sagte der Pontifex in einer Botschaft an ein Behindertensymposium in Rom. Das Thema Sexualität werde im Umgang mit Behinderten «zu oft vernachlässigt oder nur oberflächlich behandelt».
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Original von Asisso
Der kann sagen was er will ist mir wurscht![]()
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Weshalb gibt es den Zölibat?
In der Kirche der ersten zwei Jahrhunderte gab es keinen Pflichtzölibat, wohl aber die Aufforderung zur Ehelosigkeit in der Nachfolge Jesu um des Reiches Gottes willen. Aber bereits Ende des 4. Jahrhunderts wurde in Rom das Verbot der geschlechtlichen Beziehung der damals verheirateten Priester in der Nacht vor der Feier der Eucharistie erlassen. Ähnliches galt bereits im alttestamentlichen Priestertum. Als in westlichen Kirchen - im Unterschied zu den Ostkirchen - die Eucharistie täglich gefeiert wurde, entstand logischerweise die Zölibatsverpflichtung.
Allgemein wurde der Zölibat im 12. Jahrhundert angeordnet. Da der Klerus Grund- und Herrschaftsrechte besass, die von den Nachkommen geerbt wurden, hatte die Kirche ein großes Interesse daran, den Besitz zu erhalten und Erbteilung zu verhindern. Dies erwies sich nur wirksam mit der Verpflichtung zum Zölibat.
Seit der Reformation wurde der Zölibat zu einem Zeichen der Abgrenzung vom Protestantismus. Die Praxis der evangelischen Pfarrerehe führte dazu, den Zölibat auf katholischer Seite theologisch zu begründen und spirituell zu deuten, und zwar im Sinne der Ehelosigkeit um des Reiches Gottes willen.
Danach ist die Ehelosigkeit ein Zeichen dafür, dass Gott das Leben des Priesters auszufüllen vermag. Der Lebensstil sollte dem entsprechen. Wichtig ist die Freude an seinem Beruf. Keinesfalls darf er zum Funktionär werden. Hierin aber sehen gegenwärtig viele das Problem. Denn in einer Kirche, in der wegen des zunehmenden Priestermangels der Priester oft nur noch Manager und Organisator wird, droht sein geistliches Leben Schaden zu nehmen.
Die beiden anderen von Ihnen gehörten Erklärungen sind keine wesentlichen Gründe und gelten im übrigen auch für vergleichbare Berufsgruppen wie Ärzte, Anwälte und Berufspolitiker. Es muss auch klar sein, dass gelebte Ehelosigkeit weder die Abwertung der menschlichen Liebe noch die Verdächtigung der menschlichen Sexualität einschliesst.
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