Lediglich 16 Prozent der EU-Bürger erledigen Einkäufe per Internet. Der elektronische Geschäftsverkehr habe sich in der Europäischen Union noch nicht durchgesetzt, berichtete die EU-Kommission heute in Brüssel über eine Eurobarometer-Umfrage (
PDF). Damit wollte David Byrne, für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständiges Kommissionsmitglied, die Aufmerksamkeit am diesjährigen Verbrauchertag auf die öffentliche Haltung zum expandierenden europäischen Online-Markt lenken.
In Deutschland beträgt der Prozentsatz derjenigen, die online einkaufen, 21 Prozent. Spitzenreiter sind hier Schweden und Dänemark mit 37 und 36 Prozent. Schlusslichter sind Spanien mit 9, Italien mit 7, Portugal mit 4 und Griechenland mit 3 Prozent. Dem Online-Einkauf gegenüber aufgeschlossener sind laut der Untersuchung männliche EU-Bürger, solche in der Altersgruppe 25 bis 39 Jahre und eher jene mit besserem Einkommen.
Ein Viertel der Verbraucher, die den elektronischen Markt nicht nutzen, habe kein Vertrauen in das Medium selbst. Ein Gütezeichen oder die Zertifizierung einer Website könne vertrauensfördernd wirken. 57 Prozent der Verbraucher könnten aber schon deshalb nicht via Internet einkaufen, weil sie gar keinen Zugang hätten. "Viele Menschen ziehen es vor, in ein Geschäft zu gehen und die Waren, die sie erwerben möchten, physisch auszuwählen", teilte die Kommission mit.
Für die Studie wurden im vergangenen September 16.124 Bürger in allen EU-Staaten befragt. (anw/c't)